OSTEOPATHIE

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist ein ganzheitlicher Ansatz der Medizin und dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen und Blockaden im Körper. Sie geht davon aus, dass der gesamte menschliche Körper eine Einheit bildet und die einzelnen Strukturen in einer dynamischen Beziehung zueinander stehen. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Faszien, das elastische und faserige Bindegewebe, das alle Muskeln, aber auch Organe, Gefäße und Nerven durchzieht und umhüllt. So werden auch Körperstrukturen miteinander verbunden, die funktionell nichts miteinander zu tun haben. Gleichzeitig können sie Funktionsstörungen übertragen, weshalb Probleme auch an einer ganz anderen Stelle im Körper auftreten können.

 

Der Osteopath folgt diesen Faszien und kann so Funktionsstörungen und Bewegungseinschränkungen erkennen. Mit seinen gut geschulten und feinfühligen Händen kann er die Ursachen der Beschwerden aufspüren und diese durch eine gezielte Behandlung lösen. 

 


Bei welchen Beschwerden kann Osteopathie helfen?

Der VOD (Verband der Osteopathen Deutschland e.V.) nennt eine Vielzahl von Anwendungsgebieten, in denen die

Osteopathie zu einer Linderung der Beschwerden eingesetzt werden kann, wie z.B. 

 

• Im Bewegungsapparat, beispielsweise bei Beschwerden der Gelenke, Rückenbeschwerden, sonstige Verletzungen

• Bei Problemen mit Organen, z.B. Verdauungsbeschwerden, Organsenkungen, Operationsfolgen wie Vernarbungen etc. 

• Im Hals-Nasen-Ohren-Bereich bei Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Kiefergelenksproblematiken, o.ä.

• Im urogenitalen Bereich und in der Kinderheilkunde, z.B. bei geburtsbedingten Schädelverformungen,

   Schiefhals, Kiss-Syndrom oder Entwicklungsverzögerungen

• Bei Hauterkrankungen, wie z.B. Neurodermitis

 

 

Ein solcher ganzheitlicher Therapieansatz, der den Menschen als Individuum begreift, und nach Ursachen und Zusammenhängen sucht, bietet damit die Chance, eine Vielzahl von Beschwerden nachhaltig zu verbessern. Aus rechtlichen Gründen, muss aber auf darauf hingewiesen werden, dass auch die Osteopathie keine Garantie zur Linderung von Krankheitszuständen geben kann

(vgl. VOD e.V., 2016).

 

Wie läuft eine Behandlung ab?

• Behandlungsdauer 45-60 min.

• Ausführliches Anamnesegespräch und Untersuchung

• Gezielte osteopathische Behandlung

 

Eine osteopathische Behandlung dauert im Durchschnitt 45-60 min. Zunächst erfolgt eine ausführliche Anamnese, durch gezieltes Befragen und Untersuchen des Patienten durch den Therapeuten. Bei der Therapie nutzt der Osteopath ausschließlich seine Hände, um die Beschwerden des/der Patienten/innen zu behandeln. In den folgenden zwei bis drei Wochen kann der Körper auf die Behandlung reagieren. Eine erneute Behandlung richtet sich dann wieder nach den aktuellen, individuellen Symptomen des Patienten. Eine Besserung der Beschwerden tritt in der Regel nach vier osteopathischen Behandlungen ein, wobei der individuelle Verlauf je nach Patient und Krankheitsbild unterschiedlich sein kann (vgl. VOD e.V., 2016). 

 

Kosten

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen mittlerweile anteilig die Kosten für eine Behandlung.

Nähere Informationen erhalten sie bei ihrer Krankenkasse. 

 

Privat Versicherte erhalten eine Rechnung gemäß dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH).

Die Erstattung richtet sich nach ihrem jeweiligen Tarif. 

 

Quellen: 

 

VOD e.V. (2016): Was ist Osteopathie? Flyer